Septorhinoplastik

Septorhinoplastik (funktionelle SRPL)

Eine Behinderung der Nasenatmung entsteht oft durch Veränderungen der inneren und äußeren Nase. So ist z.B. bei der Schiefnase eine Verbesserung der Nasenatmung allein durch eine Begradigung der Nasenscheidewand möglich. Ein anderes Beispiel ist die Spannungsnase, bei der innere Strukturen (Nasenklappenregion) so eng aneinander liegen, dass der Nasenatmungswiderstand im Einstrombereich zu groß ist. Hier muss sowohl die innere als auch die äußere Nase korrigiert werden. Bei knöchernen Nasenverletzungen (gebrochene Nase, sog. Nasenbeinfraktur), wird überwiegend eine vollständige Begradigung notwendig sein. Hierbei werden zur Verbesserung der Nasenatmung neben einer Korrektur der Nasenscheidewand (Septumplastik) auch die knöchernen Anteile der äußeren Nase (Nasenpyramide) korrigiert. Diese Kombination der Eingriffe wird als Septorhinoplastik bezeichnet. Mit diesem Eingriff wird vielfach eine Verkleinerung der unteren Nasenmuscheln kombiniert (Nasenmuschelplastik).

Schließlich werden innere Nasenschienen aus Silikon zur Hämatomprophylaxe der Nasenscheidewandschleimhaut eingelegt und fixiert. Sie verbleiben etwa eine Woche in der Nase. Eine Tamponade ist zwar nicht zwingend notwendig, aber die äußere Nase wird für eine Woche vergipst.

Ästhetische- und funktionelle Septorhinoplastiken lassen sich bedarfsweise miteinander kombinieren.

Der stationäre Aufenthalt nach einer funktionellen Septorhinoplastik dauert vier Tage. Arbeitsunfähigkeit wird für ca. zwei- bis drei Wochen attestiert.